Die roten Schluchten Nordamerikas sind wohl jedem bekannt. Eine der bekanntesten ist die ca. 450 Kilometer lange Schlucht des Grand Canyon. Sie wurde vom Colorado River geformt und stellt ein absolut gigantisches Naturspektakel dar. Nicht umsonst haben allein 2018 über 6 Mio. Menschen dem Grand Canyon einen Besucht abgestattet. Warum sich der Besuch lohnt, erfährst du hier.

Fakten

Der größte Anteil (ca. 350 km) des Grand Canyons liegt im Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona. Ein Ausflug ab Las Vegas dorthin ist relativ bequem möglich, denn die Fahrzeit beträgt nur ca. 4 Stunden. Ab Phoenix beträgt die Fahrzeit sogar nur ca. 3,5 Autostunden.

Die Schluchten des Canyons sind zwischen 6 und 30 Kilometer breit und ca. 300 Meter tief. Oft sieht es so aus, als wären Canyons Berge, jedoch sind Canyons tatsächlich tiefe in die Erde geformte Schluchten. Die meisten Besucher zieht es an den berühmten South Rim. Er ist einer von drei Gebieten des Grand Canyons. Die anderen beiden sind der North Rim und der Inner Canyon.

Mittlerweile zählt der Nationalpark, der schon 1908 durch Theodore Roosevelt zu gleichem erklärt wurde, zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Dass der Colorado-River den Canyon geformt hat, ist nicht sehr unwahrscheinlich. Selbst als es noch vulkanische Aktivitäten in diesem Gebiet gab und der Canyon mit Vulkanasche verstopft war, konnte der Fluss sich seinen Weg bahnen.

Auch wenn der erste Blick auf den Grand Canyon nicht sonderlich belebt wirkt, so herrscht auch dort eine große Vielfalt in der Welt von Flora und Fauna. Dazu zählen verschiedene Raubkatzenarten, Schafe und Frösche, Luchse, Kondore und natürlich viele Reptilien, Insekten und Spinnen. Außerdem wachsen dort einige Kiefernarten sowie Fichten und Tannen.

Am meisten in Acht nehmen sollte man sich dort aber vor dem Steinhörchen, dass dort regelmäßig Menschen beißt, da es dort oft zu Fütterungen durch den Menschen kommt und die Tiere so Ihre Angst vor dem Menschen verlieren.

Das Gebiet eignet sich zumindest in Teilen perfekt zum Wandern und genießen der völlig anderen Natur. Ein Naturbild wie dort ist auf der Erde einmalig. Wanderungen sind dort auch ohne Genehmigung möglich. Zum Campen brauchst du jedoch eine Genehmigung, die du dir ab 4 Monaten vor Reisebeginn einholen kannst.

Grand Canyon Hoehe

Durch die viele Trockenheit der vergangenen Jahre und den Bau des Glen Canyon Damms ist der Wasserstand im Canyon recht stark gesunken. Da sich deshalb dort schon unnatürliche Strände gebildet haben, die Gefahren für Flora und Fauna des Gebiets sind, wurde der Canyon schon mehrmals geflutet.

Nicht zu verwechseln ist der Grand Canyon übrigens mit dem Monument Valley. 🙂

Beste Reisezeit

Vor allem auf die Sommermonate sollte man Acht haben. Das Gebiet rund um den Grand Canyon wird besonders im Juli und August extrem heiß und erreicht gerne mal fast 40°C Temperatur. Entsprechend stabil sollte man in der Hitze sein und immer genügend Sonnencreme, ein Cappy und zu trinken dabei haben. Auch empfehle ich besonders für einen Ausflug in dieses Gebiet keine dunklen Sachen anzuziehen.

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
ca. 0-13°Cca. 5-17°Cca. 9-22°Cca. 13-28°Cca. 17-31°Cca. 22-34°Cca. 26-38°Cca. 24-36°Cca. 21-34°Cca. 14-29°Cca. 8-20°Cca. 2-14°C
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Die beste Reisezeit scheint mir daher der März bis April und der September bis November zu sein. Im Winter darf man hingegen die durchaus auch recht kühlen Temperaturen nicht unterschätzen. Es kann hier auch schon mal zu Minusgraden kommen. Von Dezember bis Februar ist der North Rim des Canyons bei Schneefällen meist gesperrt. In den heißen Monaten sind Touren schaffbar, man sollte aber fit sein.

Tour zum Grand Canyon

Zwei Ausflüge möchte ich dir besonders ans Herz legen, falls du nicht selbst mit einem Mietwagen zum Grand Canyon fährst. Wenn du zum Beispiel Urlaub in Las Vegas machst, kannst du eine 10-stündige Tour ab dort mit Tour zum Grand Canyon buchen. Dort enthalten sind:

  • Transport zum Grand Canyon ab Las Vegas
  • ein Frühstückssnack
  • eine frische Lunchbox
  • der Einlass zum Grand Canyon West
  • ein ca. 20-minütiger Stop-Over am Hoover Dam
  • (optional) Tickets zum Skywalk

Damit hast du dann das perfekte Paket um den Canyon und seine Umgebung zu entdecken ohne dabei zu verhungern. Der Skywalk ist eines der Highlights dieser Tour. Er ist eine Aussichtsplattform mit Glasboden ca. 1100 Meter über dem Colorado River und ca. 240 Meter über dem schroffen Canyon. Denk bei der Tour unbedingt an eine Sonnenbrille, einen Hut und bequeme Schuhe!

Bitte beachte, dass sich dein Guide auch über etwas Trinkgeld freut. In den USA sind viele, vor allem Selbstständige, darauf angewiesen.

Weitere Info’s zu dieser Tour findest du direkt beim Anbieter: Ab Las Vegas: Grand-Canyon-Tour & optionales Skywalk-Ticket

Kostenlose Stornierung bis zu 24 Stunden vor Aktivitätsbeginn

Skywalk Grand Canyon


Helikopterrundflug

Des weiteren ist ein tolles Highlight ein Helikopter-Rundflug über den Canyon. Diese Option empfehle ich aber eher, wenn der Geldbeutel mal etwas lockerer sitzt. Der Flug dauert rund 45 Minuten. Genug Zeit um die Gewalten des Canyons von oben zu bewundern.

Folgendes ist im Ausflug inkludiert:

  • 45-minütiger Helikopterflug
  • Alle Gebühren, Steuern und Zuschläge

Bitte beachte, dass es für diesen Ausflug leider keinen Transfer gibt. Du musst dort selbst hinfahren. Dafür kannst du zum Beispiel einen Mietwagen nutzen. Auch hier gilt die Regelung mit dem Trinkgeld. Vor allem, wenn der Pilot einen guten Job gemacht hat. 😉

Direkt zum Ausflug: Grand Canyon: Rundflug im Helikopter ab dem Südrand

Grand Canyon Rundflug


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Weitere Links

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Grand-Canyon-Nationalpark
  • https://www.travelklima.de/grand-canyon/